Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese AGB gelten für den Managed-SOC-Dienst von Alptec, Justus-Liebig-Straße 2-4, 41564 Kaarst („Anbieter“).
Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
- Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen („Kunde“). Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht.
- Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zustimmen.
§ 2 Leistungen
- Wir erbringen einen präventiven Sicherheitsdienst (Security Operations Center): Wir sammeln Sicherheitsprotokolle der vom Kunden angebundenen Geräte, werten sie mit Erkennungsregeln und KI-Unterstützung aus, bewerten Auffälligkeiten durch unser SOC-Team und benachrichtigen den Kunden mit Handlungsempfehlungen.
- Bei begründetem Verdacht auf einen laufenden Angriff können wir ein betroffenes Gerät befristet vom Netzwerk isolieren (§ 9).
- Nicht geschuldet sind insbesondere die Beseitigung von Sicherheitsvorfällen (Incident Response), forensische Untersuchungen, die Wiederherstellung von Systemen oder Daten sowie die Betreuung der IT des Kunden. Solche Leistungen können gesondert vereinbart werden.
- Wir schulden eine sorgfältige Überwachung, aber keinen Erfolg. Kein Überwachungsdienst kann jeden Angriff erkennen oder verhindern. Unser Dienst ergänzt Schutzmaßnahmen wie Updates, Datensicherungen, Virenschutz und Zugangsschutz, ersetzt sie aber nicht.
- KI-Bewertungen sind Hilfsmittel für unser SOC-Team. Kritische Fälle werden von Menschen geprüft.
§ 3 Testphase
- Nach der Registrierung kann der Kunde den Dienst 14 Tage kostenlos mit bis zu 5 Geräten testen.
- Die Testphase endet automatisch. Sie verlängert sich nicht und geht nicht ohne ausdrückliche Buchung in ein kostenpflichtiges Paket über. Für die Testphase sind keine Zahlungsdaten erforderlich.
- Wird nach der Testphase kein Paket gebucht, stellen wir die Überwachung ein. Die Daten löschen wir nach 30 Tagen.
§ 4 Vertragsschluss
- Mit der Registrierung kommt ein Vertrag über die kostenlose Testphase zustande.
- Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Paket über den Bezahlvorgang unseres Zahlungsdienstleisters Stripe abschließt oder ein Angebot von uns annimmt.
§ 5 Pakete und Gerätegrenze
- Die Pakete unterscheiden sich durch die Höchstzahl der überwachten Geräte: Paket S bis 25, Paket M bis 100 und Paket L bis 250 Geräte. Die Leistungsmerkmale ergeben sich aus der Paketübersicht.
- Die Gerätegrenze ist fest. Zusatzgeräte über die Grenze hinaus werden nicht angeboten. Ist die Grenze erreicht, lassen sich weitere Geräte erst nach Entfernen eines Geräts oder nach einem Paketwechsel anbinden.
- Ein Wechsel in ein größeres Paket ist jederzeit möglich. Der Preisunterschied wird für die restliche Laufzeit anteilig berechnet. Ein Wechsel in ein kleineres Paket wird zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit wirksam.
§ 6 Preise und Zahlung
- Es gelten die Jahrespreise der Paketübersicht (Paket S 5.000 €, Paket M 12.000 €, Paket L 25.000 €), jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Das Entgelt ist jährlich im Voraus fällig. Die Zahlung wickelt der Zahlungsdienstleister Stripe ab, z. B. per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Rechnungen stellen wir elektronisch bereit.
- Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, können wir die Leistung nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Frist aussetzen. Der Anspruch auf das Entgelt bleibt bestehen.
- Preisänderungen für Verlängerungszeiträume kündigen wir mindestens zwei Monate vor Beginn des neuen Zeitraums in Textform an. Der Kunde kann in diesem Fall zum Ende der laufenden Laufzeit kündigen.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
- Kostenpflichtige Pakete haben eine Laufzeit von 12 Monaten ab Buchung.
- Der Vertrag verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit gekündigt wird.
- Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Nach Vertragsende stellen wir die Überwachung ein, widerrufen die Zugänge der Agents und löschen die Kundendaten nach 30 Tagen, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht. Auf Wunsch stellen wir die Alert-Historie vorher als Export bereit.
§ 8 Pflichten des Kunden
- Der Kunde installiert den Agent auf den zu überwachenden Geräten und hält sie erreichbar.
- Der Kunde benennt eine Ansprechperson, die bei sicherheitsrelevanten Meldungen erreichbar ist, und hält die Kontaktdaten aktuell.
- Der Kunde stellt sicher, dass er zur Überwachung der angebundenen Geräte berechtigt ist. Dazu gehört insbesondere die Information der Beschäftigten und, soweit vorhanden, die Beteiligung des Betriebsrats.
- Der Kunde setzt unsere Empfehlungen in eigener Verantwortung um und sorgt für regelmäßige Datensicherungen.
- Zugangsdaten zum Kundenportal sind vertraulich zu behandeln.
§ 9 Isolierung von Geräten
- Der Kunde ermächtigt uns, bei begründetem Verdacht auf einen laufenden Angriff ein betroffenes Gerät befristet vom Netzwerk zu trennen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die Verbindung zu unserem SOC bleibt bestehen.
- Jede Isolierung ist befristet, wird dem Kunden mit Begründung angezeigt und im Kundenportal protokolliert. Sie wird nach Ablauf der Frist automatisch oder vorher auf Wunsch des Kunden aufgehoben.
- Der Kunde kann der Isolierung einzelner oder aller Geräte, z. B. für betriebskritische Systeme, in Textform widersprechen. Wir benachrichtigen den Kunden dann nur.
- Für Beeinträchtigungen des Betriebs durch eine sachgerecht vorgenommene Isolierung haften wir nicht, außer bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
§ 10 Verfügbarkeit
Wir betreiben die Plattform mit hoher Sorgfalt und angemessener Verfügbarkeit. Geplante Wartungen führen wir nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durch. Ausfälle, die wir nicht zu vertreten haben (z. B. Störungen bei Internet- oder Cloud-Anbietern), begründen keine Ansprüche.
§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit wir personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten, gilt unser Auftragsverarbeitungsvertrag als Bestandteil des Vertrags. Im Übrigen gilt unsere Datenschutzerklärung.
§ 12 Haftung
- Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf das im betroffenen Vertragsjahr gezahlte Entgelt.
- Für Schäden, die dadurch entstehen, dass ein Angriff trotz sorgfältiger Überwachung nicht erkannt wurde, haften wir nur nach Absatz 1 und 2.
- Für den Verlust von Daten haften wir nur in dem Umfang, der bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
§ 13 Vertraulichkeit
Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Seite, insbesondere Informationen über Sicherheitslücken und Vorfälle, vertraulich und nutzen sie nur zur Durchführung des Vertrags. Diese Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus.
§ 14 Änderungen dieser AGB
Änderungen dieser AGB teilen wir dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weisen wir in der Mitteilung hin. Widerspricht der Kunde, können beide Seiten den Vertrag zum Inkrafttreten der Änderung kündigen.
§ 15 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
- Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.